Vision Box

Momentan produzieren alle Artproducer und Künstlerinnen unkontrolliert in den Markt hinein. Nur das Wenigste davon zahlt sich aus. Mit dem Projekt SHRED D' ART werden wir dieser Entwicklung entgegenwirken und dem Kunstmarkt helfen, wieder für alle da zu sein.

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    SHRED D' ART schnell erklärt

    Hier finden Sie eine schnelle Einführung in das Prinzip SHRED D' ART.
    Im nächsten Abschnitt Ausgangspunkt stehen Ihnen für einen tieferen Einblick die Rubriken Fünf gute Gründe, Konzeption und Hintergründe von SHRED D' ART zur Verfügung.

Was will SHRED D' ART?
SHRED D' ART will die Kunstproduktion fördern.
SHRED D' ART will Kunstschaffenden ermöglichen von ihrer Arbeit zu leben.
Für wen ist SHRED D' ART gedacht?
Für Sie  – wenn Sie einen fairen Preis für Ihre künstlerische Arbeit bekommen möchten.
Für uns  – weil wir Kunst mögen und fördern möchten.
Für Alle  – denn SHRED D' ART verbessert die Entlohnung der Kunstschaffenden.
Warum ist SHRED D' ART nötig?
Die auf dem Markt zirkulierende Menge der Kunstwerke bindet Geld an sich welches nicht direkt beim Künstler ausgegeben werden kann. Eine Ausdünnung der Zirkulationssphäre setzt Geld frei und steigert die Nachfrage nach neuen Kunstprodukten.
Wie funktioniert SHRED D' ART?
SHRED D' ART kauft Werke zu einem fairen Preis an. Die Werke werden in einer Ausstellung öffentlich präsentiert. Anschließend werden sie in einer feierlichen Zeremonie entwertet  – also durch einen Schredder zerstört.
Was bringt SHRED D' ART den Kunstschaffenden?
Die Kunstproduzierenden können uns ihre Arbeit verkaufen und bekommen einen angemessenen Preis ausgezahlt. Ihre Werke werden von SHRED D' ART in einer Ausstellung präsentiert und durch Fachkundige kunsthistorisch gewürdigt. Den Mitwirkenden wird durch die Aufnahme in eine Liste öffentlich Anerkennung für ihre Teilnahme an SHRED D' ART ausgesprochen.
Will SHRED D' ART, dass weniger Kunst produziert wird  – sollte es weniger Künstlerinnen geben?
Nein, SHRED D' ART will die Produktion fördern und langfristig Künstlern helfen von ihrer Kunst zu leben. Es kann nie genug Kunst produziert werden  – sie muss nur gerecht bezahlt werden.
Wenn meine Kunst zerstört wird, warum mache ich dann überhaupt noch Kunst?
Gute Frage. Warum eigentlich? Aber warum machen Sie überhaupt Kunst, wenn Sie sie nicht verkaufen können und sie deshalb bei Ihnen herumliegt? Was für einen Sinn ergibt das, wenn Sie für Ihren Lebensunterhalt woanders arbeiten gehen müssen und daher weniger Zeit haben Kunst zu machen? Problematische Fragen, die uns alle beschäftigen. Aber natürlich machen wir trotzdem weiter Kunst. Shred d' Art aber ist nicht der Ursprung dieser Fragen, sondern ein Angebot zur solidarischen Unterstützung.

Und neben bei: Haben Sie sich mal gefragt was alles mit ihrer Kunst passieren kann, wenn Sie sie verkauft haben?
Im Jahr 2000 zum Beispiel schmissen Pförtner einer Londoner Dependance des Auktionshauses Sotheby's eine scheinbar leere Kiste in einen Müllzerkleinerer. Sie waren sich offenbar nicht im Klaren darüber, dass sich ein 157.000 US-Dollar teures Bild des britischen Malers Lucian Freud darin befand.
(Monopol, 5.11.2011)
Reguliert sich der Kunstmarkt nicht von alleine?
Wäre er dazu wirklich fähig, müsste man die Frage gar nicht stellen. In diesem Fall gäbe es dann entweder weniger Kunst oder die Kunstschaffenden könnten bereits von ihrer Arbeit leben. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall, denn der Großteil aller Kunstschaffenden finanziert ihren Lebensunterhalt und ihre künstlerische Tätigkeit durch andere Erwerbsarbeit.

Die "unsichtbare Hand des Marktes" ist Ausdruck eines Wunschdenkens, das keine Beziehung zur Realität hat. Regulierungen und Eingriffe sind fester Bestandteil unseres Wirtschaftssystems.
Warum verkauft SHRED D' ART die erworbenen Werke nicht einfach weiter?
Ein Weiterverkauf der erworbenen Werke würde Geld auf dem zweiten Kunstmarkt an sich binden und käme letztendlich den Produzierenden nicht mehr zu Gute. Dadurch würde sich nur die Kunstmasse weiter vergrößern, die um die Geldmenge konkurriert.
Wenn die Kunst verknappt wird, können sich dann nur noch Reiche die Kunst leisten?
Derzeit ist es bereits so, dass sich nur "Reiche" angesagte Kunst leisten können. Das hängt zum einen mit Bill Clintons Erkenntnis "It´s the economy, stupid!" zusammen, zum anderen mit der Frage einer fairen Entlohnung der Produzenten.
Wenn ein Künstler seine Werke preisgünstig verkauft liegt es daran, dass er seine Kunst unter Wert verkauft und von anderen Mitteln lebt. Ein angemessener und fairer Preis für ein Werk muss die investierte konkrete Arbeitszeit und die vorangegangene Entwicklungszeit sowie die Deckung der Lebenshaltungskosten berücksichtigen.
Leider können "Arme" sich auch heute schon nur Kopien echter Kunstwerke leisten.
Warum müssen Kunstwerke zerstört werden?
Kunstwerke dürfen nicht einfach wahllos zerstört werden. Aber es gibt zu viele Werke auf dem Kunstmarkt, die an den Kunstschaffenden vorbei gehandelt werden, wodurch diese daran nichts mehr verdienen. Gäbe es weniger Kunst auf dem sogenannten zweiten Kunstmarkt würde den Produzenten mehr Arbeiten abgekauft werden. Man muss die Kunstmenge zwangsläufig also gezielt verringern.
Ist es nicht unethisch Kunst zu zerstören?
Das stimmt, aber Kunst wird auch ohne SHRED D' ART täglich zerstört. Zum Beispiel durch falsche Lagerung oder schlichtweg weil sich Lageplatz nicht geleistet werden kann. Und diese Zerstörung findet im Gegensatz zu SHRED D' ART ohne Bezahlung oder Kuratierung statt.
Gab es in der Kunstgeschichte nicht bereits ähnliche Aktionen?
Zerstört wurde Kunst immer wieder aus Zerstörungswut, religiösem oder fanatischem Wahn oder als künstlerische Aktion. Ein zeitgenössisches Beispiel ist die Bilderverbrennung des Contemporary Art Museums in Casoria 2012. Museumsdirektor Antonio Manfredi protestierte damit gegen die fehlende finanzielle Unterstützung aus Wirtschaft und Politik, ohne die er den Betrieb des Museums nicht mehr aufrecht erhalten konnte (insbesondere fehlte es an Mitteln zur Lagerung). Künstler des Tacheles in Berlin nahmen sich daran ein Beispiel und verbrannten eigene Werke, um gegen die Räumung des seit Wendezeiten bestehenden Kunsthauses zu protestieren.




AUSGANGSPUNKT

Hier finden sie ausführliche Informationen





Wird unterstützt von

Stiftung Künstlerdorf Schöppingen | Hartmut Landauer (Künstler) | Philipp Winkler (Autor) | Stefan Demming (Künstler) | Melanie Windl (Künstlerin) | Jan Langhammer (Radiomoderator) | Mathias Engelmann (Musiker) | Roland Niehn (Sammler) | Matthias Eckardt (Künstler) | Merlin Baum (Künstler) | Kathrin Lau (Theatermacherin) | Roman Wilhelm (Grafik-Designer) | Dr. Timo Ackermann | Isabel Phantomat (Performance Künstlerin) | Biggi Hunger (Chorleiterin) | Uta Rosenbaum (Kunsthistorikerin) | Lilla Hinrichs (Grafik-Designerin) | Martin Gensheimer (Künstler) | Timo Herbst (Künstler) | Annika Bielefeldt (Ärztin) | Lutz Bielefeldt (Künstler) | Dr. Robert Huber (Kurator NRVK) | etc.